Dosenpfand: Ministerium startet Aufklärungskampagne

Dienstag, 17. Dezember 2002

Mit einer Aufklärungskampagne zum Dosenpfand will das Umweltministerium ab Januar die Öffentlichkeit für das Zwangspfand sensibilisieren. Während zwischen dem Ministerium sowie den betroffenen Unternehmen und Verbänden noch Einführungszeitpunkt und Umsetzung strittig sind, geht die Kampagne bereits on Air. In Fachhandelsanzeigen wirbt das Ministerium schon jetzt mit dem Claim "Das Dosenpfand kommt".

Anfang des Jahres werden dann Printanzeigen in der Publikumspresse, Kinofilme und Postkarten folgen. Die Dauer der Kampagne sowie die Medienbelegung sollen dabei den aktuellen politischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Den Auftritt gestaltet die Agentur Zum Goldenen Hirschen in Berlin, die auch die Grünen bei der Bundestagswahl begleitete.

Mit dem Auftaktmotiv hat sich das Umweltministerium sogleich jene Branche vorgeknöpft, die ihren Dosenanteil in den vergangenen Jahren besonders stark erhöht hat: die Bierbranche. Die Printanzeige zeigt eine zerknüllte Bierdose, die im Gras liegt. Obwohl die Dose trotz leichter Unschärfen unschwer als "Beck's" zu erkennen ist, gibt es aus der Brauerei Beck & Co derzeit keine Reaktion auf das Motiv.

Während die Bremer bereits in vorweihnachtlicher Friedensstimmung sind, reagiert der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) 14 Tage vor dem Start des Dosenpfands weniger gelassen. Der HDE hat den Aufbau eines bundesweiten Pfandsystems für gescheitert erklärt und warnt von chaotischen Insellösungen.
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