"Diskreter als jede Hotelbar": Ashley Madisons heißer Tipp für Brüderle

Dienstag, 05. Februar 2013
Mit diesem Billboard wirbt Ashley Madison aktuell in Berlin (Bild: Ashley Madison)
Mit diesem Billboard wirbt Ashley Madison aktuell in Berlin (Bild: Ashley Madison)

Das Fremdgehportal Ashley Madison hat sich in die aktuelle Sexismus-Debatte eingeschaltet und den FDP-Politiker Rainer Brüderle, dem von einer "Stern"-Journalistin sexistisches Verhalten vorgeworfen wurde, ungefragt als Testimonial eingespannt. Aktuell zeigt ein Plakat in der Nähe des Berliner Bahnhofs Zoo den FDP-Spitzenkandidaten, wie er sich verschämt einen Finger auf den Mund legt. Der Slogan "Diskreter und anonymer als jede Hotelbar" spielt darauf an, dass Brüderle im vergangenen Jahr in einem Hotel gegenüber der "Stern"-Reporterin Laura Himmelreich mit sexistischen Sprüchen aufgefallen sein soll ("Sie können ein Dirndl auch ausfüllen").

Sexismus und Seitensprung: Wie passt das zusammen? "Kennedy, Clinton, Berlusconi und jetzt Rainer Brüderle sind ein Beispiel dafür, dass Männer in Machtpositionen allzu oft der Meinung sind, sich alles erlauben zu können. Bis vor Kurzem konnten sie auch darauf vertrauen, dass ihr Verhalten toleriert und kaschiert wurde, aber die Zeiten haben sich geändert", sagt Christoph Kraemer, Deutschland-Chef von Ashley Madison. Aus diesem Grund empfehle man seinen Mitgliedern, Kontakte nicht am Arbeitsplatz, sondern in einem "sicheren, diskreten und anonymen Umfeld wie AshleyMadison.com zu suchen, um Probleme zu vermeiden."

Das Plakat (Kreation: inhouse) soll noch bis kommenden Freitag an seinem Platz in Berlin zu sehen sein. Nicht zum ersten Mal nutzt Ashley Madison eine aktuelle Debatte für Werbung aus: Vor gut einem Jahr schaltete sich das Unternehmen in die Diskussionen um Ex-Bundespräsident Christian Wulff ein. ire
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