Discountermarkt: Netto greift mit 1000 neuen Filialen an

Donnerstag, 28. April 2011
Netto erhöht den Druck im umkämpften Discountermarkt
Netto erhöht den Druck im umkämpften Discountermarkt

Netto will wachsen. Im kommenden Jahren soll die Zahl der Filialen des Discounters von derzeit rund 4000 auf 5000 wachsen. Allein in diesem Jahr sollen 250 neue Läden hinzukommen. Vor allem in Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Rhein-Main-Gebiet will die Edeka-Tochter investieren. Das kündigte Edeka-Chef Markus Mosa auf der Bilanzpressekonferenz des größten deutschen Lebensmitteleinzelhändlers an. Damit erhöht Netto den Druck im umkämpften Discountermarkt. Zwar haben die Preisattacken im Markt etwas nachgelassen, gleichwohl könnte die Ankündigung jetzt für neuen Wirbel sorgen. Schon seit Anfang des Jahres hat Netto den Werbedruck im Markt erhöht. Neben klassischer Werbung, der Verlängerung der Partnerschaft mit dem VfL Bochum, baut Netto seine Werbeaktivitäten auf mobilen Endgeräten aus. Nach einer Mobile-Marketing-Kampagne, wirbt das Unternehmen seit Ende Februar auch mit mobilen Coupons um Kunden.

Edeka-Chef Markus Mosa
Edeka-Chef Markus Mosa
Vor allem Lidl könnte das Ziel des Angriffs sein. So führt Netto im Vergleich mit den beiden Branchenführern Aldi und Lidl deutlich mehr Artikel: rund 3500. Beim Umsatz verzeichnete Netto im vergangenen Jahr flächenbereinigt einen Anstieg um 2,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro.

Die gesamte Edeka-Gruppe erhöhte ihre Erlöse im Lebensmittelhandel um 3,9 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg von 714 auf 868 Millionen Euro. mir
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