Diesel wirbt mit gefakten Mafo-Ergebnissen

Dienstag, 21. Januar 2003

Diesel arbeitet in Deutschland auf Hochtouren an der Umpositionierung der Marke. Dazu wirbt das italienische Label mit gefakten Umfrageergebnissen und nimmt die Marktforschung auf die Schippe. Diesel nutzt Marktforschungsergebnisse als Verkaufsargument und verrät in der aktuellen Printkampagne unter dem Motto "G.D.I.M.R. - The Global Diesel Individuals Market Research" ungewöhnliche Details über den typischen Dieselträger.

Basis für die rund 35 Motive, die in Szenemagazinen und Lifestyle-Titeln zu sehen sind, bildet jedoch keine Umfrage unter den so betitelten "Dieselindividuen", sondern die Eigenschaften, die das italienische Unternehmen und die Amsterdamer Agentur Kesselskramer den Käufern zuschreiben. Demnach sind 30 Prozent der Diesel-Individuen notorisch geil, stammen 40 Prozent aller Flecken auf Diesel-Kleidungsstücken von Tinte, haben Träger von Diesel-Badebekleidung 2002 genau 67 Sandburgen gebaut.

Nach drei Jahren TV-Abstinenz wird die Printkampagne erstmals wieder um ein Commercial ergänzt, das auch im Kino geschaltet wird. In diesem Jahr werden die Italiener jährlich rund 30 Millionen Euro in die Werbung stecken, der Gesamtetat beläuft sich auf 50 Millionen Euro.
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