Die Schiris tragen Werbung

Mittwoch, 12. Dezember 2001

Der Weltfußball-Verband Fifa hat entschieden, den Schiedsrichtern in aller Welt Werbung auf ihren Trikots zu erlauben. Nach den positiven Erfahrungen in Spanien hat Fifa-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen die Erweiterung gestattet.

Durch die Liberalisierung will die Fifa den Job mit der Pfeife lukrativer machen. Die Schiris in der ersten spanischen Liga werben seit 2000 für den digitalen TV-Sender Quiero und die Multimedia-Gruppe Media Park. Im internationalen Vergleich sind sie dank der Werbeflächen zu den Top-Verdienern aufgestiegen. Die Unparteiischen der Primera División verdienen rund 66000 Euro und damit deutlich mehr als ihre europäischen Kollegen. Künftig werden sich die Gehälter wohl angleichen.

Ab sofort können weltweit die Schiedsrichter eine Fläche auf ihrem Trikotärmel - und nur diese - vermarkten. Werbung für Alkohol, Tabak und Glücksspiel ist jedoch verboten - ebenso wie rassistische oder "unmoralische" Botschaften. Genaueres weiß auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) noch nicht: "Wir haben die Nachricht bekommen und warten jetzt auf genauere Anweisungen der Fifa", sagt Stefan Trautmann, Schiedsrichterexperte des Deutschen Fußball-Bundes.
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