Die Preisträger des Goldenen Zuckerhut stehen fest

Freitag, 02. November 2012
Begehrt: Der Goldene Zuckerhut der "Lebensmittel Zeitung"
Begehrt: Der Goldene Zuckerhut der "Lebensmittel Zeitung"

Heute Abend ist es in Berlin wieder so weit: Zum 55. Mal ehrt die Lebensmittel Zeitung (Deutscher Fachverlag) mit dem Goldenen Zuckerhut Persönlichkeiten der Konsumgüterbranche, die sich durch besondere unternehmerische Tatkraft und strategische Weitsicht um die Gesamtentwicklung dieses Wirtschaftsbereiches nachhaltig verdient gemacht haben. Und dieses Jahr fiel die Wahl der Jury auf die Edeka-Gruppe, Rewe Aupperle, Nestlé Nespresso und Dolce Gusto sowie HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Der seit 1955 ausgelobte Preis gilt als wichtigste Anerkennung, die die Branche zu vergeben hat und wird traditionell in vier Kategorien vergeben: Handel, selbstständige Einzelhändler, Industrie-Unternehmen sowie herausragende Branchenpersönlichkeit. 2011 waren die Preisträger: Coop Schweiz (Handel), Red Bull (Industrie), Edeka Schrader (selbständiger Einzelhändler) und Dieter Fuchs (Persönlichkeit). cam

Die Begründung der Jury zu den einzelnen Preisträger lesen Sie auf der folgenden SeiteEdeka-Gruppe: Die Edeka-Kaufleute standen noch nie so gut da wie heute. Im Preiseinstieg können sie preislich und qualitativ mit Aldi mithalten. Gleichzeitig punkten sie beim Kunden mit einer Sortimentsvielfalt aus Markenprodukten, Eigenmarken, Feinkost, Spezialitäten, Frische, regionalen und lokalen Besonderheiten. Dass die Edeka-Gruppe so erfolgreich ist, liegt auch an der Discount-Tochter Netto. Die Integration der 2300 Plus-Filialen in den Edeka-Verbund war eine Herkulesaufgabe, die unter der Führung von Vorstandschef Markus Mosa in einem rekordverdächtigen Tempo abgeschlossen wurde. Ebenfalls dank Netto ist es Edeka gelungen, die Marktführerschaft im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nachhaltig auszubauen. Mit einem Gesamtumsatz im Jahr 2011 von rund 46 Milliarden Euro hält die Gruppe die Konkurrenz auf Distanz.

Rewe-Kaufmann Aupperle: Fritz Aupperle ist einer der profiliertesten und bekanntesten Kaufleute der Rewe. Der bodenständige Schwabe aus Fellbach hat sehr früh erkannt, dass er sich als Supermarktbetreiber mit einem eigenen Profil von Wettbewerbern wie Aldi oder Kaufland unterscheiden muss. Seine fünf Märkte, die heute einen Jahresumsatz von rund 26 Millionen Euro erzielen, haben einen standortspezifischen, regionalen Ansatz. Alle Regional-Artikel kommen aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Vor allem Aupperles Weinabteilungen mit über 1.000 Artikeln, darunter einige von badischen Spitzenwinzern, setzen Maßstäbe.

Nestlé Nespresso und Dolce Gusto: Mit der Erfindung des Nespresso-Systems hat der Schweizer Nestlé-Konzern den Markt revolutioniert. Vor allem Nestlés Nobelmarke Nespresso steht als Synonym für gehobene Kaffeekultur - populär vermarktet durch den US-Filmstar George Clooney, verkauft über den Direktversand und eigene Boutiquen. Mit den Edelkapseln setzt Nestlé 2012 mehr als 4 Milliarden Schweizer Franken um. Jedes Jahr wächst die Marke zweistellig und hat deshalb viele Nachahmer auf den Plan gerufen. Auch Nespressos kleiner Bruder, das Kapselsystem Nescafé Dolce Gusto, feiert einen Erfolg nach dem anderen. Die 2006 zunächst in Deutschland gestartete Marke für den Handel wächst jedes Jahr zweistellig und steuert in Europa inzwischen auf die Umsatzmilliarde zu.

Josef Sanktjohanser: Mit großem Engagement wirbt Josef Sanktjohanser als HDE-Präsident für die Interessen des Handels. Er gibt dem Kartellamt Kontra, poliert im Parlament das Image der Branche auf und kämpft für lange Öffnungszeiten. Dabei wird er weithin als kompetenter und verbindlicher Gesprächspartner geschätzt. Doch der Mann aus Wissen im Westerwald hat sich nicht erst als Cheflobbyist einen Namen gemacht. Er war zunächst als Kaufmann im familieneigenen Betrieb erfolgreich und machte später bei Rewe Karriere. Acht Jahre lang gehörte er dem Vorstand der Handelsgruppe an. Im Juni dieses Jahres ging seine Amtszeit zu Ende. Doch der 62-Jährige will auch in Zukunft aktiv bleiben. Mindestens bis 2014 wird er sich noch beim HDE engagieren. Außerdem will er sich wieder stärker um den Familienbetrieb Petz kümmern, der zur Rewe Group gehört.
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