"Die Lebensmittelwirtschaft": Wissensvermittler statt Lobbyverein

Mittwoch, 16. Januar 2013
Die Buchstaben-Wolke soll die Vielfalt der Lebensmittelbranche abbilden
Die Buchstaben-Wolke soll die Vielfalt der Lebensmittelbranche abbilden

"Die Lebensmittelwirtschaft", ein Verein, in dem sich erstmals alle Vertreter der Branche von der Erzeugung bis zum Handel  zusammengefunden haben und der sich als deren Stimme versteht, hat seine Geschäftstätigkeit nun auch offiziell aufgenommen. Auf der Pressekonferenz in Berlin präsentierte sich die Organisation gestern als "Dialogforum, Informationsplattform und Impulsgeber zum Thema Lebensmittel". Der Verein beziehe zwar Stellung in öffentlichen Debatten, betreibe aber weder Krisenkommunikation noch politisches Lobbying, betont Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein. Als die drei Kernaufgaben der Vertretung von sieben Trägerverbänden bezeichnet er die Informationsbereitstellung als Service für Meinungsbildner im Lebensmittelsektor, das Nachdenken über sich verändernde Verbraucheransprüche und die Analyse gesellschaftlicher Trends sowie die Entwicklung von Perspektiven für die Lebensmittelbranche. Unter dem Claim "Weil Essen Gesellschaft ist" will die Interessenvertretung ihre Aufgaben aus den Veränderungen in der Einstellung der Menschen zu Lebensmitteln ableiten. Das von der Münchner Agentur Kochan & Partner entwickelte Logo soll die Vielfältigkeit des Verbandes darstellen.

Gründungsmitglieder des Vereins sind der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL), die Bundesvereinigung der Deutschen Lebensmittelindustrie (BVE), der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), die Handelsvereinigung für Marktwirtschaft (HfM) und der Unternehmerverband Deutsches Handwerk (UDH). Gefördert wird der Verein derzeit von 18 Unternehmen und Institutionen aus der Lebensmittelbranche, darunter Danone, Edeka, Kraft Foods, Nestlé und Unilever. Vorstandsvorsitzender ist Nestlé Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge. fo
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