"Die Bahn bietet viel, München nach Kiel...": Auch die Deutsche Bahn hat nun einen Azubi-Song

Freitag, 28. Juni 2013
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Eigentlich dachte man, dass die Zeit der eigens gedichteten und selbst interpretierten Azubi-Songs nach diversen Fehlschlägen passè sei. Weit gefehlt. Neuester Kandidat ist die Deutsche Bahn. Unpünktlichkeit, launige Klimaanlagen, schlecht Englisch sprechende Mitarbeiter: Sich über über die Bahn zu mokieren, gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Bei der Bahn weiß man das nur zu gut und legt sich deswegen ordentlich ins Zeug, um das Image als zuverlässiger Mobilitätsdienstleister aufzupolieren. Aber ob Zeilen wie "Die Deutsche Bahn sie bietet viel, ob ICE oder Regio, superschnell kommst du ans Ziel, hör den Song im Radio" dabei helfen?

Der etwas ungelenk wirkende Reim leitet den "DB Azubi Song 2013" ein, der im Youtube-Kanal des Bahn-Konzerns abrufbar ist. Laut Videobeschreibung hätten sich vier Auszubildende der Deutschen Bahn für eine Projektarbeit auf eigene Initiative hin Gedanken über das Unternehmen als Arbeitgeber gemacht. "Schnell kam bei den Nachwuchskräften die Idee auf, für das Projekt das Thema in einem Song darzubieten. Das Lied wurde komponiert und getextet, dann ging es für die Azubis nach Berlin, um das Stück aufzunehmen", heißt es weiter.

Dabei beweisen die Nachwuchskräfte durchaus Sinn für Ironie: "Nicht immer ganz verlässlich, trotzdem unersetzlich" lautet eine der Liedzeilen, die wohl mit einem Augenzwinkern diverse Pünktlichkeitsprobleme aufgreifen soll. Eigentlich ist es durchaus positiv zu werten, wenn sich Young Professionals mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und ihn auf eigenes Betreiben hin mit einem Lied würdigen wollen. Allerdings dürfte die Gefahr groß sein, dass die Azubis das Schicksal von Kollegen von der Sparda-Bank oder BMW teilen: Deren Azubi-Raps lösten jeweils kräftige Shitstorms aus. ire
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