Diba startet nach Giro-Tel-Übernahme erste Imagekampagne

Mittwoch, 06. Oktober 1999

Die erste Imagekampagne der Firmengeschichte wird die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) im nächsten Jahr starten. Anlass ist unter anderem die zum 30. September erfolgte Übernahme des bisherigen Mitbewerbers Giro-Tel (Bilanzsumme 1998: 1,8 Milliarden Mark) für geschätzte 50 Millionen Mark. Für die Diba, deren Bilanzsumme Ende letzten Jahres bei 7,2 Milliarden Mark lag (Betriebsergebnis: 51 Millionen Mark), sei die Akquisition nach Angaben des Diba-Vorstandschefs Bernhard Hafner "eine bewußte strategische Transaktion". Giro-Tel passe zum "Selbstverständnis der Diba als Hausbank für anspruchsvolle Privatkunden". Nach der Übernahme ist die Frankfurter Diba vor der Quelle Bank (Bilanzsumme Ende 1998: 7,3 Milliarden Mark) die größte deutsche Direktbank. Die Marke Giro-Tel soll nicht weitergeführt werden - vielmehr möchte man künftig nur noch die Abkürzungen "Diba" kommunizieren. "Dem breiten Publikum ist unser Name noch zuwenig bekannt", klagt Hafner. Die gestützte Bekanntheit liege derzeit bei nur 18 Prozent, was auch an der "verwirrenden Vielzahl von Abkürzungen" liege, die in Zusammenhang mit dem Bankhaus kursierten. Derzeit läuft der Pitch für die Imagekampagne, die alle klassischen Werbeformen umfassen soll. In diesem Jahr beträgt der Etat für Produktwerbung 25 Millionen Mark. Im Jahr 2000 dürften es durch den Image-Auftritt rund 40 Millionen werden. Nachdem man lange Zeit von den Werbeauftritten der Direkttöchter der Großbanken profitiert habe, "halten wir nun den Zeitpunkt für gekommen, den eigenen Markenaufbau zu betreiben", erklärt Hafner.
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