Dialogmarketer fürchten Datenschutz-Pläne der EU

Donnerstag, 19. Januar 2012
DDV-Chef Dieter Weng warnt vor Revision der EU-Datenschutzrichtlinie
DDV-Chef Dieter Weng warnt vor Revision der EU-Datenschutzrichtlinie

Die Pläne der EU-Kommission für einheitliche und strengere Datenschutz-Regeln in Europa gehen dem Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) zu weit. "Die mutmaßlichen Forderungen der EU-Kommission würde Neukundengewinnung, wie sie bisher stattfand, nahezu unmöglich machen", sagt DDV-Präsident Dieter Wenig. Er geht davon aus, dass durch eine Allgemeine Europäische Datenschutzverordnung das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die darin im Jahr 2009 verankerten marketingrelevanten Ausnahmen hinfällig würden. Im Vorfeld der Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes 2009 waren sechs Ausnahmen vom Einwilligungsvorbehalt erkämpft worden. Sie ermöglichen es, dass personenbezogene Daten unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Einwilligung der jeweiligen Person für Werbung verwendet werden können. Weng warnt vor den Folgen, wenn die EU-Datenschutzrichtlinie gemäß den Plänen von EU-Justizkommissarin Viviane Reding durch eine Verordnung abgelöst würde: „Wir fürchten ernsthaften volkswirtschaftlichen Schaden für manche Geschäftszweige." fo
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