Deutschland steigert seine Anziehungskraft als Touristen-Magnet

Mittwoch, 12. Dezember 2007
Attraktives Reiseziel: Das Residenzschloss Ludwigsburg
Attraktives Reiseziel: Das Residenzschloss Ludwigsburg

Deutschland erfreut sich als Reiseziel wachsender Beliebtheit. Dies meldet die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres kletterte die Zahl der Übernachtungen auf 294,2 Millionen, was eine Steigerung von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet. Der Wachstumsimpuls kommt unter anderem aus der gestiegenen Heimatliebe. Bisher verbucht die DZT hierzulande ein Plus von 7,9 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste - 3 Prozent mehr als 2006. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg ebenfalls um 3 Prozent an (Plus 1,4 Millionen). "Das spricht für die Nachhaltigkeit der Imageveränderungen durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006", kommentiert DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer das Ergebnis und verweist auf den Anholt Nation Brands Index des Münchner Marktforschungsunternehmens GMI. Danach hat sich das Ansehen von Deutschland in der Welt erneut verbessert. Bereits im WM-Jahr 2006 war Deutschland in dem Image-Ranking von Platz 4 auf Platz 2 geklettert, im 3. Quartal 2007 übernimmt Deutschland erstmals die Spitzenposition.

Für das kommende Jahr zeigt sich die DZT optimistisch. "Wir rechnen 2008 mit einem Wachstum von 2 Prozent bei den Gesamtübernachtungen", sagt Hedorfer. Sie bestätigt zudem erneut die 2004 aufgestellte Prognose, dass Deutschland 2015 rund 61 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland erzielen wird. 2006 waren es 52,9 Millionen.

In den Mittelpunkt ihrer internationalen Marketingaktivitäten stellt die DZT 2008 das Thema "Schlösser, Parks und Gärten - Romantisches Deutschland". Vielfältige Kommunikationsmaßnahmen sollen den Facettenreichtum Deutschlands als Kulturreiseziel hervorheben. Hier wird die Tourismus-Zentrale mit Werbeagenturen in den jeweiligen Ländern zusammenarbeiten.

Vor allem von Polen verspricht sich die DZT erhebliche Wachstumsimpulse. Daher startet sie ab April in dem Nachbarland eine Kampagne, die ein Budget von rund 500.000 Euro umfassen wird. Als Testimonial konnte sie den in Polen sehr bekannten deutschen Comedian und Schauspieler Stefan Möller gewinnen. Die im Sommer gestartete Kampagne für Deutschland mit dem Claim "Kurz nah weg" wird die DZT mit neuen Motiven fortsetzen, die zum Themenschwerpunkt Schlösser und Gärten passen (Kreation: Shapefruit, Bad Neuenahr-Ahrweiler). bn

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