Deutscher Marketing-Tag diskutiert Machtwechsel in der Marketing-Kultur

Mittwoch, 27. Oktober 2010
Am Vorabend des Deutschen Marketing-Tags verleiht der DMV den Deutschen-Marketing-Preis
Am Vorabend des Deutschen Marketing-Tags verleiht der DMV den Deutschen-Marketing-Preis

Kommende Woche findet am 5. November der 38. Deutsche Marketing-Tag in Dortmund statt. Von der wichtigstens Veranstaltung des Deutschen Marketing-Verbands (DMV), die unter dem Slogan "Machtwechsel in der Marketing-Kultur" steht, soll ein deutliches Zeichen des Aufbruchs ausgehen. Über das Marketing und seine Bedeutung soll nicht mehr geredet werden, jetzt redet das Marketing. Das zeigt zum einen das Programm, das sich mit den aktuellen Entwicklungen im Marketing befasst. Neben Best-Practice-Beispielen geht unter anderem darum, welche Rolle künftig Marketingentscheider in den Unternehmen spielen, wie Hersteller und Marken mit einem immer selbstbewussteren Konsumenten umgehen und wie digitale Kanäle sowie Empfehlungsmarketing die Kommunikation verändern.

Zum anderen dürfte sich der Wille zu Veränderung aber auch einen Tag später bei der Mitgliederverammlung zeigen. Dann müssen die 66 Marketing-Clubs mit ihren über 13.000 Mitgliedern einen neuen DMV-Präsidenten und ein neues Präsidium wählen. Das Amt ist nach dem schweren Unfall von Bernd Michael nach wie vor verwaist. Die wichtigsten Anforderungen der Clubs an das neue Präsidium stehen dabei fest: eine starke Vertretung nach außen, mehr Mitsprache, mehr Transparenz, bessere Vernetzung des Wissens und mehr Austausch zwischen DMV-Führung und den Mitgliedern. Zu lange, so beklagen viele Club-Präsidenten habe die Verbandsspitze ein Eigenleben geführt, zu selten seit das Marketing in der Öffentlichkeit präsent gewesen. 

Als einer der möglichen Kandidaten für das Amt gilt Karl Georg Musiol. Der Mitinhaber der Markenberatung Musiol Munzinger Sasserath genießt in der Branche als Teamplayer und Moderator einen guten Ruf und hat mit der Gestaltung des diesjährigen Marketing-Tags seine Bewerbung abgegeben. Möglicher Gegenkandidat könnte Professor Uwe Specht sein. Der ehemalige Henkel-Manager hält sich aber noch bedeckt.  Specht war bereits schon DMV-Präsident, hatte im April bei der Frühjahrstagung erneut eine Kandidatur erwogen, dann aber zurückgezogen. Trotz seiner beruflichen Erfolge setht er für viele an der Basis für eine Zeit, in der im Marketing einsame Entscheidung die Regel waren und Teamwork als Gesellschaftsspiel für Weicheier galt. Doch diese Ära will der DMV in Dortmund hinter sich lassen. mir
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