Deutsche trinken immer weniger Hochprozentiges

Mittwoch, 26. Mai 1999
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Hochprozentiges Verbrauch Hochprozentige


Die Deutschen trinken immer weniger harte Alkoholika. Dies gab jetzt der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure bekannt. Der Verbrauch von Hochprozentigem sank im vergangenen Jahr um 0,1 Liter oder 1,6 Prozent auf durchschnittlich rund sechs Liter pro Jahr und Bundesbürger. Noch 1991 hatte der Pro-Kopf-Konsum bei 7,5 Litern Hochprozentigem gelegen. Er ist seither kontinuierlich zurückgegangen. Gründe: Die Konsumenten halten sich in unsicherer wirtschaftlicher Lage beim Geldausgeben zurück. Außerdem gehen sie gesundheitsbewußter und maßvoller mit Alkohol um. Bei den Ostdeutschen ist der Konsum des Hochprozentigen besonders stark zurückgegangen. Dort lag der Spirituosen-Konsum zuletzt bei sieben Litern pro Kopf der Bevölkerung. Noch 1991 trank der Ostdeutsche im Durchschnitt fast 13 Liter Schnaps im Jahr. Nach Angaben des Verbandes sind zwar ausländische Spirituosen wie Ouzo, Grappa, Amaretto, Irish Whiskey und Tequila nach wie vor stark im Rennen, doch gehörten 1998 verstärkt auch wieder «Klassiker» zu den Gewinnern.
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