Deutsche schätzen Preise falsch ein

Donnerstag, 20. November 2008

Deutsche Verbraucher schätzen im internationalen Vergleich schlecht und nehmen die Preise teurer wahr als sie eigentlich sind. Sie liegen im Durchschnitt um 10,1 Prozent daneben. Nur die Konsumenten aus den USA verschätzen sich öfter: Ihre durchschnittliche Abweichung liegt bei 17,9 Prozent. Das ergibt die aktuelle Studie „Preis-Wert? - die Kraft der Wahrnehmung" der Unternehmensberatung OC&C in Hamburg. Unter 50.000 Kundenbeurteilungen wurde die Preiswahrnehmung von Handelsprodukten ermittelt. Neben Deutschland bezieht sich die Analyse auf Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und die USA.

Überraschung aus deutscher Sicht: Der Ingoldstädter Elektrohändler Media Markt und die Praktiker Baumärkte in Kirkel werden von ihren Kunden als Preisführer wahrgenommen - dabei liegen die Preise jeweils objektiv oberhalb des Branchendurchschnitts. Im Lebensmitteleinzelhandel hat sich die Wahrnehmung der Konsumenten deutlich verbessert. Rewe ist im Vergleich zu 2007 zwar teurer geworden. Dennoch gelingt der Kölner Supermarktkette eine optimistische Wahrnehmung durch ihre Kunden. Eine Erhöhung der Preise bei Edeka in Hamburg hatte direkte Auswirkungen auf die Kundenwahrnehmung. Mittlerweile ist der Lebensmitteleinzelhändler sowohl bei den realen als auch bei den geschätzten Preisen der teuerste der untersuchten Anbieter. Im Gegensatz hat Real in Mönchengladbach zwar die Preisposition deutlich verbessert, bei den Kunden ist das jedoch noch nicht angekommen. HOR
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