Deutsche kaufen weniger Medikamente

Mittwoch, 21. Februar 2007
Themenseiten zu diesem Artikel:

Medikament Arbeitsplatz


Die Deutschen melden sich am Arbeitsplatz nicht nur immer seltener krank, sie benötigen offenbar auch immer weniger Arzneimittel. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Frankfurter Marketing-Informationsunternehmens AC Nielsen hervor. Danach verharrte der Pharma- und Gesundheitsmarkt 2006 mit einem Gesamtumsatz von 34,23 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Der Absatz lag mit 1,84 Milliarden Packungen sogar um 2,6 Prozent unter dem Vorjahr. Im Gesamtmarkt konnten die rezeptpflichtigen Produkte mit einem Marktanteil von 79,1 Prozent im letzten Jahr zwar noch ein geringfügiges Plus von 0,9 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro verzeichnen. Der Grund dafür liegt allerdings in der seit 2004 gültigen Preisverordnung für die Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel. Die Folge sind erhebliche Verteuerungen bei vorher preiswerten Produkten, die sich nun im Umsatz niedergeschlagen haben. Die Absatzentwicklung mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln ging dagegen leicht um 1,3 Prozent zurück.

Deutlich stärker büßten indes die rezeptfreien Produkte ein: Umsatz und Absatz sanken jeweils um 3,2 Prozent auf 7,15 Milliarden Euro beziehungsweise 1,22 Milliarden Packungen.

Die Verbraucher gaben auch weniger für freiverkäufliche Produkte zur Selbstmedikation aus: Sie kauften in Apotheken, dem Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkten im Jahr 2006 OTC-Produkte im Wert von 5,7 Milliarden Euro und damit 2,9 Prozent weniger als 2005. mas

Meist gelesen
stats