Deutsche Werbeartikel-Wirtschaft verzeichnet Umsatzplus

Donnerstag, 12. Januar 2012
Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft sitzt in Darmstadt
Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft sitzt in Darmstadt

Die deutsche Werbeartikelwirtschaft hat im abgelaufenen Jahr insgesamt 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht gegenüber 2010 einem Plus von genau drei Prozent. Auch für das Jahr 2012 rechnet der Gesamtverband der Werbeartikel-Branche (GWW) mit einem positiven Ergebnis. Der Verband bezieht seinen Optimismus aus seinem eigenen Branchenmonitor, laut dem für drei Viertel der deutschen Unternehmen der Werbeartikel-Etat eine feste Größe sei. Dies teilte der GWW-Vorsitzende Patrick Politze auf der 50. PSI, der Leitmesse für die Werbeartikelbranche, mit. Zudem beruft sich der Verband auf die Ergebnisse einer vom Mannheimer Markftforschungsinstitut DIMA durchgeführten Wirkungsstudie. Danach gaben 94 Prozent der repräsentativ befragten Bevölkerung ab 14 Jahren an, einen oder mehrere Werbeartikel zu besitzen und diese auch mindestens einmal täglich zu nutzen.

Zudem ergab die Studie, dass sich 57 Prozent der Besitzer von Werbeartikeln sich an die Marke bzw. den Namen des Unternehmens erinnern. Zudem gaben 73 Prozent an, dass die Werbeartikel die Kaufentscheidung für eine Marke positiv beeinflussten. "Der Einsatz von Werbeartikeln stärkt die Kundenbindung, schafft Vertrauen in das werbende Unternehmen und führt zu hoher Werbeerinnerung", so das DIMA-Fazit.

Der Dachverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW sieht allerdings noch einige Hemmnisse für Werbeartikler, etwa die politisch festgelegte Wertgrenze: "Die steuerliche Absetzbarkeit von Werbeartikeln auf der niedrigen Stufe von 35 Euro ist ein politisches Ärgernis", polterte ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina auf der PSI und plädierte für die Beseitigung "dieser am grünen Tisch ersonnenen Umzäunung". ire
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