Deutsche Telekom wird Premium-Partner der DFL / Vorerst kein Namensrecht

Mittwoch, 07. Juni 2006
Telekom-Vorstand Walter Raizner: "Verhandlungsziel erreicht"
Telekom-Vorstand Walter Raizner: "Verhandlungsziel erreicht"

Nach einem wochenlangen Tauziehen haben die Deutsche Telekom und die Deutsche Fußball Liga (DFL) ihren Streit um die Nutzung der von dem Bonner Konzern erworbenen Internet rechte beigelegt. Die Lösung ermöglicht beiden Parteien, ihr Gesicht zu wahren. So akzeptiert die DFL nun offiziell die Rechtsauffassung der Telekom, wonach die für rund 45 Millionen Euro pro Saison erworbene Internetlizenz auch die Übertragung per Kabel und Satellit umfasst. Allerdings verzichtet die Telekom darauf, diese Rechte auch auszuüben. Im Gegenzug werden die Lizenzgebühren offenbar deutlich gesenkt. Zudem erhält die Telekom auch die Mobilfunkrechte für die Fußball-Bundesliga für drei Spielzeiten ab der Saison 2006/07.

Damit bleiben die Rechte des Kabelkonzerns Arena gewahrt, der die Live-TV-Lizenzen für 240 Millionen Euro pro Saison erworben hat und diese durch die Telekom-Pläne bedroht sah. Kunden des Telekom-Partners Premiere werden Live-Spiele dagegen nur mit einem VDSL-Anschluss der Deutschen Telekom sehen können. Die Vereinbarung sieht außerdem vor, dass die Telekom ab der kommenden Saison Premium-Partner der Bundesliga wird. Dies beinhaltet eine Logopräsenz auf den Auswechseltafeln und den Trikotärmeln der 36 Clubs der ersten und zweiten Liga. Eine Umbenennung in "Telekom-Liga" ist zunächst nicht vorgesehen.

Zusätzlich hat die Telekom die Möglichkeit, das Liga-Sponsoring bis zur Saison 2008/2009 zu verlängern. "Mit der nun getroffenen Vereinbarung hat die Deutsche Telekom ihs angestrebtes Verhandlungsziel in vollem Umfang erreicht", sagt Walter Raizner, der im Vorstand der Telekom die Sparte Breitband/Festnetz verantwortet. Liga-Präsident Werner Hackmann bewertet die Premium-Partnerschaft mit der Telekom als "wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des deutschen Profifußballs." mas
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