Deutsche Telekom überträgt Poolmodell auf Below-the-Line / 80 Prozent weniger Agenturen

Donnerstag, 10. November 2005

Die Deutsche Telekom in Bonn trimmt ihre Marketing-Prozesse stärker auf Effizienz. Um Kosten zu sparen und Kampagnen-Konzepte in Zukunft reibungsloser umsetzen zu können, wird das im Bereich der klassischen Kommunikation bereits erprobte crossdivisionale Agenturpool-Modell nun auch auf Below-the-Line-Dienstleister ausgedehnt. Die Maßnahme geht einher mit einer drastischen Reduzierung der für das Unternehmen tätigen Dienstleister. Wie Antje Hundhausen, Leiterin Marketingstrategie und Werbung, im HORIZONT-Interview ankündigt, werden in Zukunft in den vier Below-the-Line-Pools insgesamt 36 unterschiedliche Agenturen vertreten sein. "Das sind 80 Prozent weniger als zuvor", so Hundhausen. Mit dieser deutlichen Ausdünnung der Dienstleister-Schar wolle die Deutsche Telekom die Stringenz des Markenauftritts sicherstellen und ein langfristiges und noch engeres Bündnis mit den Agenturpartnern eingehen. Nicht zuletzt verfolgt die Deutsche Telekom wirtschaftliche Interessen. In welchem Ausmaß sich die Entscheidungen auf Kostenseite bemerkbar machen werden, will Hundhausen zwar nicht konkret beziffern. Allerdings seien die für die Zukunft geplanten Einsparungen "signifikant".

Auch die für klassische Werbung zuständigen Telekom-Agenturen müssen sich auf Einschnitte gefasst machen. Das Projektteam trifft derzeit die letzten Vorbereitungen, um auch in diesem Segment die Voraussetzungen für effizienteres Arbeiten zu schaffen. "Hier werden wir exakt dieselben Maßstäbe anwenden wie bei der ersten Welle", kündigt Hundhausen an. mas

Agenturpool-Modell der Telekom

Die Hintergründe zum Umbau der Telekom-Marketing-Prozesse gibt es in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT vom 10. November 2005
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