Deutsche Telekom optimiert Sponsoring und DSL-Werbung / Agenturen auf dem Prüfstand

Donnerstag, 15. Juli 2004

Die Deutsche Telekom richtet ihre Sponsoring-Aktivitäten neu aus. Um die Erfolge der einzelnen Engagements besser messbar zu machen, hat der Konzern eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Wie Jens Gutsche, Leiter des Zentralbereichs Marketingstrategie und Markenmanagement, ankündigt, soll diese auch sicherstellen, dass die einzelnen Sponsorings wie etwa bei der EM, der Tour de France und bei Bayern München künftig noch stärker auf den Wert der jeweiligen Telekom-Marken einzahlen. Dies schließt auch die Besetzung neuer Themen ein. "Ein Konzern wie die Deutsche Telekom muss auch im sozialen und kulturellen Leben Flagge zeigen", sagt Gutsche.

Daneben bereiten die Bonner zurzeit ihre Markenstrategie auf die für Anfang 2005 anberaumte Überholung der Konzernstruktur vor. Wie sich dem Vernehmen nach geplante Maßnahmen wie die stärkere Endkundenausrichtung von T-Com und die Bündelung des B2B-Geschäfts bei T-Systems und dem neuen Bereich "Flächenbetriebe" konkret auf die Marken auswirken werden, wollte Gutsche zwar nicht voraussagen. Dennoch gibt es bereits erste Hinweise. So sollen etwa die Werbekampagnen von T-Online und T-Com für die Breitbandangebote des Konzerns optimiert werden. "Ergebnisse werden in Kürze zu sehen sein", verspricht Gutsche.

Zudem wird offenbar über die Zahl der Agenturen im Konzern nachgedacht. Zwar habe sich das Modell, nach dem jede Division ihre Leadagentur bestimmt und darüber hinaus auf den gemeinsamen Pool zugreift, bewährt. "Dass sich die Zahl der Agenturen bei Telekom künftig verringert, will ich nicht grundsätzlich ausschließen", so Gutsche. mas

Mehr zur Internationalisierung der Marke Deutsche Telekom, zum Werbeschwerpunkt im 2. Halbjahr und zu Verschiebungen im Mediamix steht in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT (29/2004)
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