Deutsche Sporthilfe wirbt ironisch mit Stellenanzeigen

Donnerstag, 07. Januar 2010
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Die Deutsche Sporthilfe will auf die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutscher Athleten aufmerksam machen und wählt dazu einen ungewöhnlichen Weg: die Förderinstitution schaltet fiktive Stellenanzeigen, in denen sie Personal für diverse sportliche Disziplinen sucht. Die von Scholz & Friends, Berlin, entwickelten Anzeigen sind in diversen Tageszeitungen, Publikumszeitschriften und Fachtiteln zu sehen. Darin sucht die Sporthilfe unter anderem einen/eine Schwimmer/in 200m Schmetterling. Im Profil verlangt sie Bewerbern einiges ab: "Die Reizung von Haut (Chlor-Akne), Schleimhäuten und Augen durch den täglichen Kontakt mit Chlor stellen kein Problem für Sie dar", heißt es beispielsweise. Darüber hinaus sind flexible Tagesgestaltung und ein tägliches Frühtraining um 6 Uhr gewünscht - das Ganze für einen Monatslohn von ungefähr 600 Euro bei einer 60-Stunden-Woche.

Der Monatslohn ist im Gegensatz zur Stellenausschreibung nicht ausgedacht. Im Durchschnitt verbuchen die deutschen Sportler, die ihrer Leidenschaft nebenberuflich nachgehen, ein Nettogehalt in ungefähr dieser Höhe. Das ergab eine Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln. Mehr zum Aufruf gibt es auf Sporthilfe.de. mh
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