Deutsche Bank und Commerzbank gehen in die Werbe-Offensive

Mittwoch, 21. Mai 2003

Die deutschen Großbanken reagieren mit breit angelegten Marketingkampagnen auf die konjunkturelle Flaute und - vor allem - die strukturelle Krise der Finanzbranche. Den Anfang macht in diesen Tagen die Deutsche Bank: Das größte deutsche Finanzinstitut benennt seine 770 Filialen um - künftig heißen die Niederlassungen "Investment- und Finanzcenter" und sind wieder für Privat- und Geschäftskunden zuständig. Diese Botschaft steht im Fokus des neuen Commercials (Produktion: Neue Sentimental, Berlin), das von Anzeigen in Tageszeitungen und Zeitschriften flankiert wird. Verantwortliche Agentur ist Start in Berlin.

Derweil plant die Konkurrenz von der Commerzbank eine Imageoffensive. Saatchi & Saatchi bastelt derzeit an einer breit angelegten Printkampagne, die im Sommer starten soll. Als erstes deutsches Geldinstitut will die Commerzbank darin selbstironisch, aber deutlich die Fehler der Vergangenheit thematisieren. "Wir wollen das Vertrauen der Finanzwelt zurückgewinnen und einen Neuanfang wagen", erklärt Werbeleiter Willi Sonntag. Der Auftritt soll die aktuelle Produktkampagne ergänzen - das Budget im unteren einstelligen Millionenbereich kommt on top. rp

Mehr zu den Kampagnen der großen Geldhäuser in der HORIZONT-Ausgabe 21/2003, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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