Deutsche Bank lässt sich Zeit mit neuem Claim

Donnerstag, 31. Januar 2013
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Die Deutsche Bank wird nicht so schnell mit einem neuen Claim an die Öffentlichkeit gehen. Das erklärte Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen bei der Bilanzpressekonferenz von Deutschlands größtem Geldinstitut am heutigen Donnerstag in Frankfurt. "Das Thema ruht. Wir müssen noch einige Vorarbeit leisten", so der Manager. Man wolle sich erst die nötige Zeit nehmen, um ein neues Profil zu entwickeln, danach gehe es an die Umsetzung - auch mit einem neuen Claim. Gleichzeitig erklärte Fitschen, dass es großes Interesse an dem Thema gebe, "zum Teil nicht ganz uneigennützig von Beratern, aber auch von unseren Kunden".

Die Deutsche Bank agiert seit 2004 mit dem Claim "Leistung aus Leidenschaft". Im Herbst vorigen Jahres war bekanntgeworden, dass das Geldhaus über einen neuen Leitspruch nachdenkt. Der bisherige passt nach der Einschätzung der Verantwortlichen offenbar nicht mehr zu dem bescheideneren Auftritt und dem auch bei der Jahrespressekonferenz mehrfach beschworenen angestrebten Kulturwandel. So will man das eigene Tun künftig stärker an ethischen Grundsätzen ausrichten.

"Wir sind fest entschlossen, die Deutsche Bank einem tiefgreifenden kulturellen Wandel zu unterziehen", erklärt Fitschen. Man erwarte vollständige Integrität beim Handel und die Wahrung der Kundeninteressen. Zudem garantiere man den Aufbau eines langfristigen und nachhaltigen Geschäftsmodells sowie die disziplinierte Nutzung knapper Ressourcen. "Unsere Botschaft als Arbeitgeber ist eindeutig: Es gibt keine Kompromisse. Wer sich nicht vorbehaltlos zu diesen Werten bekennen kann, der ist bei uns am falschen Ort", sagt Fitschen.

Die Deutsche Bank weist für das 4. Quartal 2012 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro nach Steuern aus. Das Gesamtjahr endet mit einem Gewinn von 700 Millionen Euro nach Steuern. mam  
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