Deutsche Autokäufer fahren nicht auf Elektroautos ab

Mittwoch, 06. März 2013
Die Deutschen sind eher E-Autos-Muffel
Die Deutschen sind eher E-Autos-Muffel

Alternative Antriebe sind eines der Megathemen auf dem Genfer Autosalon. Für die deutschen Autokäufer spielen Elektroantriebe bei der Kaufentscheidung kaum eine Rolle. Nur 13 Prozent der potenziellen Autokäufer erwägen hierzulande sich in den nächsten zwei Jahren ein E-Modell zuzulegen. Das zeigt eine aktuelle europaweite Studie von Yahoo, die HORIZONT.NET exklusiv vorliegt. Während die Deutschen eher E-Autos-Muffel sind, beabsichtigen 34 Prozent der Italiener auf ein E-Auto umzusteigen. In Spanien sind es 28 Prozent, in Frankreich 22 Prozent und in Großbritannien noch 17 Prozent.  Für die Zurückhaltung der Konsumenten gibt es Gründe, die allerdings nicht unbedingt neu sind. 57 Prozent der Deutschen wollen abwarten, bis die Technologie besser erprobt und zuverlässig ist. Jeder zweite glaubt, dass es zwischen Nordseeküste und Zugspitze zu wenige Ladestationen für die Fahrzeuge gibt. Fast 50 Prozent der Befragten halten die E-Autos für zu teuer, 47 Prozent empfinden das Aufladen der Batterie als lästig. 

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Das kann für die strategische Ausrichtung der Kommunikation Folgen haben. „Mit Blick auf diese Studienergebnisse gilt es für die Werbetreibenden der Automobilindustrie vor allem die finanziellen Vorteile beim Kauf eines Elektroautos in den Vordergrund zu stellen", rät Heiko Genzlinger, Geschäftsführer und Vice President Sales von Yahoo Deutschland.  Gerade für junge Autokäufer - bei den unter 25-Jährigen meint nur jeder Zweite, dass Autos umweltverträglich sein müssen - sei das ein starker Kaufanreiz.  Zudem spielt nach der Studie bei den 18- bis 34-Jährigen die Marke eine Rolle. Bei den 35- bis 54-Jährigen sind Innovationen ein wichtiges Kriterium, ab 55 Jahren aufwärts das Thema Sicherheit. 

Für die Studie hat Yahoo online über 11.400 User ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien befragt. mir 
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