Der gesamtdeutsche Automarkt entwickelt sich uneinheitlich

Dienstag, 25. April 2000

Zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen auf dem Automarkt nach über zehn Jahren deutsche Einheit noch immer große Unterschiede. In den neuen Bundesländern besteht vor allem Nachfrage nach Fahrzeugen der Kompakt- und Mittelklasse. Dies ergab eine Analyse der Daten des Kraftfahrtbundesamtes, die die Fachzeitschrift "Auto-Straßenverkehr" des Stuttgarter Motor-Presse-Verlags durchgeführt hat. Die Quote der Neuzulassungen liegt mit 542.000 bezogen auf Gesamtdeutschland bei 14 Prozent, vor sieben Jahren waren es beinahe 20 Prozent. Im vergangenen Jahr wechselten 1,75 Millionen Neu- und Gebrauchtwagen den Besitzer, das entspricht einem Plus von 30.000 im Vergleich zum Vorjahr. Während in den alten Bundesländern mehr als zwei Drittel der Fahrzeuge aus deutscher Produktion stammen, kommen in den neuen Bundesländern zwei Drittel der PKWs aus dem Ausland. Insbesondere werden in Ostdeutschland Fahrzeuge aus Japan (16,5 Prozent) und Frankreich (15 Prozent) eingekauft. Dies ist unter anderem auf die weite Verbreitung der Kleinwagenklasse sowie der unteren Mittelklasse und der Mittelklasse zurückzuführen. Während die Hitliste in Ost und West von den Fahrzeugen VW Golf und Opel Astra angeführt wird, gibt es bei den folgenden Platzierungen deutliche Unterschiede: In den neuen Bundesländern folgen Ford Focus und Opel Vectra auf Platz 3 und 4, in den alten Bundesländern sind die beiden Fahrzeuge auf den Plätzen 7 und 12 gelistet. Stattdessen liegt der 3-er BMW im Westen auf Platz 3, im Osten dagegen rangiert er nur auf Platz 8.
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