Der Telekommunikationsbranche drohen Milliardenklagen

Freitag, 29. Dezember 2000

Nach der US-Tabakindustrie drohen nun auch Handyfirmen in den Vereinigten Staaten Milliardenklagen wegen gesundheitlicher Schäden. US-Anwalt Peter Angelos, der erfolgreich die 4,2 Milliarden Dollar schwere Klage gegen US-Tabakkonzerne durchsetzte, holt nun zu einem noch größeren Schlag aus: Er verklagt Hersteller und Betreiber von Mobilfunk. Vor allem Verizon, der größte US-Handynetzbetreiber, wird wiederholt in den Klageschriften genannt. Vodafone, 45-Prozent-Eigner von Verizon, erklärte dazu, dass jüngste britische Studien den Handyfirmen eine weiße Weste bescheinigten. Konzern-Sprecher Mike Caldwell meinte, er wisse nichts von Rechtsverfahren, die Vodafone direkt beträfen, aber man würde sich vehement verteidigen. Die Aussichten auf Erfolg der Klagen sind allerdings nicht besonders gut. Zwei gerade in den USA veröffentlichte Studien belegen, dass es keinerlei Zusammenhang zwischen Gehirntumoren und Handynutzung gebe.
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