Der SPD-Sommerauftritt setzt auf Zurückhaltung

Mittwoch, 17. Juli 2002
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Die SPD geht zum Angriff über: Seit dieser Woche läuft eine Printkampagne, in deren Mittelpunkt Gerhard Schröder steht. Dabei ist er - stets staatstragend inszeniert - mal solo im Flieger, mal mit Tony Blair ins Gespräch vertieft zu sehen.

"Die Kampagne einer Regierungspartei braucht eine ganz andere Tonalität als die einer Oppositionspartei", erklärt Detmar Karpinski von der SPD-Werbeagentur KNSK den Unterschied zum Auftritt 1998, der in Sachen Aggressivität und ironischem Witz Maßstäbe in der politischen Kommunikation gesetzt hatte. Dementsprechend sei der aktuelle Auftritt "kanzlerlike" entwickelt worden.

Dazu zählt laut Karpinski auch der Slogan "Für ein modernes Deutschland", das die "SPD als modernes Politikangebot positionieren" soll. Ob der Claim auch in der heißen Phase des Wahlkampfs Bestand hat, will er nicht verraten. Klar ist jedoch, dass weitere vier Motive zu sehen sein werden, die "sich zu einem Gesamtbild addieren" sollen und ausschließlich in "BamS" und "Spiegel" geschaltet werden.
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