Der Pinocchio-Effekt: Airbus-Attacke auf Boeing in den USA

Mittwoch, 28. November 2012
Airbus versetzt in einer doppelseitigen Anzeige einer Boeing kurzerhand eine Pinocchio-Nase
Airbus versetzt in einer doppelseitigen Anzeige einer Boeing kurzerhand eine Pinocchio-Nase

Dass sich die beiden Flugzeughersteller Boeing und Airbus nicht mögen, ist nicht neu. Regelmäßig ärgern sich die beiden Hersteller beim Kampf um Aufträge, bekriegen sich vor Gericht oder liefern sich Scharmützel über falsche Aussagen in den Medien. Jetzt gibt es in den USA eine weitere Inszenierung des Dauer-Duells: Eine Werbekampagne von Airbus in Branchenmedien. Darin wirft die EADS-Tocher seinem Wettbewerber in Seattle vor, bei den Angaben zu den Leistungen seiner neuen Modelle maßlos zu übertreiben. Boeing hatte zuvor in Anzeigenkampagnen dargestellt, warum die eigenen Modelle 737 und 747 den Airbus-Fliegern A 320 und A380 überlegen sind. Die Reaktion des europäischen Luftfahrtriesens kommt prompt. Airbus versetzt in einer doppelseitigen Anzeige, die Publicis in London entwickelte, einer Boeing kurzerhand eine Pinocchio-Nase. Das mag sich beim Fliegen aerodynamisch nachteilig auswirken, der Sache ist es dienlich. Über die Anzeige mit der Frage "Why is our competitor stretching the truth?” berichten mittlerweile zahlreiche Wirtschaftsmedien in den USA. Print wirkt eben doch. mir
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