Deloitte-Report: Umsatzrückgang in der 2. Fußball-Bundesliga

Dienstag, 17. November 2009

Die vier deutschen Profiligen ­- 2. Fußball-Bundesliga, Deutsche Eishockeyliga (DEL), Toyota Handball Bundesliga (HBL) und Beko Basketball Bundesliga (BBL) - verzeichneten in der Saison 2008/09 Einnahmen von rund 494 Millionen Euro und damit einen Umsatzrückgang (Vorsaison: 545 Millionen Euro). Das geht aus dem „Finanzreport deutscher Profiligen" der Unternehmensberatung Deloitte hervor. Während die Sponsoring-Einnahmen mit 217,2 Millionen Euro über die vier Ligen hinweg stabil blieben, sanken die Spieltagserlöse um fünf Prozent auf 123 Millionen Euro.

Grund für die negative Entwicklung ist die 2. Fußball-Bundesliga, die mit 262 Millionen Euro weiterhin die umsatzstärkste der vier Ligen ist, aber die Erlösminderung durch den Aufstieg der Traditionsteams aus Mönchengladbach und Köln nicht kompensieren konnte. In der Rekordsaison 2007/08 lagen die Einnahmen bei 331 Millionen Euro. Die höchste Wachstumsrate erzielte mit 20 Prozent die BBL, die ihre Einnahmen von 50 auf 59 Millionen Euro steigern konnte.

„Obwohl die wirtschaftlichen Bedingungen in der Spielzeit 2008/09 bereits schwieriger waren, konnten die DEL, HBL und BBL ihren Gesamtumsatz gegenüber der Vorsaison steigern. Der Rückgang in der 2. Fußball-Bundesliga ist nicht konjunkturell bedingt, sondern durch die Zusammensetzung der Liga zu erklären. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden sich erst in den Zahlen der laufenden Saison 2009/10 zeigen", erläutert Stefan Ludwig, Senior Manager Sport Business Gruppe bei Deloitte. mh
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