Deloitte: Deutsche Profiligen entwickeln sich stabil / Sponsoring bleibt wichtigste Erlösquelle

Montag, 15. November 2010
Die Beko Basketball Bundesliga ist die am stärksten wachsende Liga
Die Beko Basketball Bundesliga ist die am stärksten wachsende Liga

Trotz des langen Schattens der Wirtschaftskrise schließen die vier umsatzstärksten Ligen nach der Fußball-Bundesliga die Sportsaison 2009/10 ordentlich ab. Die 2. Fußball-Bundesliga (2. BL), Deutsche Eishockey Liga (DEL), Toyota Handball Bundesliga (HBL) und Beko Basketball Bundesliga (BBL) konnten ihre Umsätze stabilisieren oder sogar erhöhen. Dies zeigt die aktuelle Deloitte-Analyse „Finanzreport deutscher Profiligen" auf Basis der Finanzdaten 2009/10. Mit einem aggregierten Gesamtumsatz von über einer halben Milliarde Euro (516,5 Millionen exklusive Transfererlöse) konnte das Vorjahresergebnis in etwa gehalten werden. Die umsatzstärkste der vier Ligen bleibt die 2. Fußball-Bundesliga mit geschätzten 290,2 Millionen Euro, gefolgt von der DEL (87,4 Millionen), der HBL (79,5) und der BBL (59,4).

Das höchste absolute und relative Wachstum verzeichneten die Profi-Handballer, begünstigt durch einen Anstieg der Sponsoringerlöse um rund 17 Prozent auf 55,9 Millionen Euro. Die BBL weist im Vergleich zwar die geringsten Umsatzerlöse auf, ist mit einem durchschnittlichen Wachstum von fast 12 Prozent in den vergangenen fünf Jahren aber die am stärksten wachsende Liga.

„Die deutschen Profiligen gehen trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation und punktueller wirtschaftlicher Probleme einzelner Clubs gestärkt aus der Saison 2009/10 hervor", erläutert Stefan Ludwig, Director und Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte. „Während die Clubs der 2. BL, DEL und BBL ihre durchschnittlichen Umsätze im Vergleich zum Vorjahr stabilisieren konnten, erreichen die HBL-Clubs sogar ein durchschnittliches Wachstum von 10 Prozent auf 4,4 Millionen Euro."

Für die drei Ligen DEL, HBL und BBL bleiben auch in 2009/10 die Sponsoringerlöse die wichtigste Umsatzquelle. Mit kumulierten 140,1 Mio. Euro steigerten sie diese im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent. Während die DEL circa 49 Prozent des Gesamtumsatzes durch Sponsoren verdient, machen die Sponsoringerlöse bei HBL (70,3 Prozent) und BBL (69,5 Prozent) mehr als zwei Drittel des Kuchens aus. mh
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