Debitel übernimmt Dug / Shops werden umbenannt

Donnerstag, 21. Dezember 2006
Debitel-Marketing- und Vertriebschef Oliver Steil
Debitel-Marketing- und Vertriebschef Oliver Steil

Der Stuttgarter Mobilfunk-Service-Provider Debitel und die Berliner Handelskette Dug Telecom gehen zusammen. Unter der Marke Dug sollen im neuen Debitel-Geschäftsbereich Retail die bisher getrennten Aktivitäten der Debitel-Shops und das gesamte Hardwaremanagement sowie die neu hinzukommenden Dug-Shops zusammengeführt werden. Durch den Zusammenschluss verfügt das gemeinsame Unternehmen eigenen Angaben zufolge bundesweit unter der Marke Dug über ein flächendeckendes Netz von über 360 eigenen Shops. Bis Ende 2007 sind rund 550 Shops geplant.

Bis Ende 2007 sollen alle Debitel-Shops auf das Dug-Design umgestellt sein. Die Tarifprodukte sollen weiterhin unter der Produktmarke Debitel vermarktet werden. Auch das Unternehmen heißt weiterhin Debitel, Dug wird laut Dug-Chef Lars Dittrich im Zuge des Deals als Tochterunternehmen integriert.

"Mit der Entscheidung für Dug setzen wir im stationären Vertrieb auf eine Marke auf, die im Retailbereich deutlich besser positioniert ist als Debitel", begründet Debitel-Marketing- und Vertriebsvorstand Oliver Steil die Umbenennung gegenüber HORIZONT.NET. Dug sei insbesondere im Norden und Osten Deutschlands sehr stark. Ziel sei es, Dug nun bundesweit als starke Retail-Dachmarke zu etablieren. Eine reine Imagekampagne, die das Rebranding kommuniziert, soll es nicht geben. Steil will allerdings in künftigen Kampagnen stärker als bislang darauf hinweisen, wo Verbraucher Debitel-Produkte kaufen können.

Debitel und Dug positionieren sich mit der Fusion als Service-Retailer und führen damit eigenen Angaben zufolge ein Geschäftsmodell ein, das es in Deutschland so bisher noch nicht gibt. Hintergrund: Bis vor kurzem arbeiteten Service-Provider wie Debitel und Retailer wie Dug parallel: Die einen kreierten und verkauften in erster Linie eigene Tarife, die anderen konzentrierten sich darauf, die Tarife und Produkte der Netzbetreiber zu vermarkten. "Wir wollen einem gesättigten Mobilfunkmarkt Impulse geben", sagt Steil. "Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer intelligenten vertikalen Konsolidierung auf dem sehr zersplitterten deutschen Mobilfunkmarkt." mas

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