Debitel schluckt Talkline / Marke auf dem Prüfstand

Dienstag, 05. Juni 2007
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Der Stuttgarter Mobilfunk-Service-Provider Debitel wird den Wettbewerber Talkline in Elmshorn für 560 Millionen Euro übernehmen. Darauf hat sich Debitel mit der dänischen Talkline-Muttergesellschaft TDC Mobile International verständigt. Debitel und Talkline kommen in Deutschland eigenen Angaben zufolge auf einen Marktanteil von 15 Prozent. Damit würde das fusionierte Unternehmen an E-Plus und O2 vorbeiziehen und zum drittgrößten Mobilfunkanbieter Deutschlands nach T-Mobile und Vodafone aufrücken. "Debitel und Talkline ergänzen sich hervorragend und läuten gemeinsam die lang erwartete Konsolidierungsphase auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ein", sagt Debitel-Vorstandschef Axel Rückert.

"Wir sind jetzt als unabhängiger Telekommunikationsanbieter der stärkste Vermarktungspartner der Netzbetreiber", so Rücker weiter. Primäres Ziel des Zusammenschlusses sei es, das Potenzial der gemeinsamen Vertriebskraft zu nutzen und dabei nach wie vor partnerschaftlich mit den Netzbetreibern und Handelspartnern zu kooperieren.

Noch nicht endgültig festgezurrt ist die künftige Markenstrategie. "Daran, dass wir am PoS unter der Ende Dezember übernommenen Shop-Marke Dug auftreten und ansonsten Debitel in den Vordergrund stellen, wird sich nichts ändern", sagt Marketingvorstand Oliver Steil. "Wie wir die Marke Talkline in Zukunft nutzen, werden wir in den kommenden Monaten entscheiden." Dabei soll offenbar auch Karstadt ein Wörtchen mitzureden haben. In den Warenhäusern des Essener Konzerns betreibt Talkline zahlreiche Shop-in-Shop-Systeme. Die Talkline-Discounttochter Callmobile.de soll offenbar erhalten bleiben. Debitel hatte seine eigene Discount-Mobilfunktochter Debitel light vor nicht allzu langer Zeit an Blau.de verkauft. mas

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