De-Mail: 1&1 attackiert Deutsche Post mit Kampfpreis

Freitag, 27. April 2012
1&1 attackiert die Post
1&1 attackiert die Post

Das dürfte der Deutschen Post nicht schmecken. 1&1 attackiert den Gelben Riesen beim E-Postbrief mit einem Kampfpreis. Mit dem Start der Vermarktung der De-Mail läutet der Internetprovider gleichzeitig die heiße Phase im Wettlauf um die künftigen Marktanteile ein. Der offizielle Start der De-Mail ist bei der United-Internet-Tochter für das zweite Halbjahr geplant.  Geschäftskunden können aber bereits jetzt mit der Registrierung ein Abopaket buchen, das für 9,99 Euro 50 De-Mails beinhaltet. Jede weitere De-Mail kostet 33 Cent. Zum Vergleich. Die Deutsche Post berechnet beim E-Postbrief 55 Cent. Die Telekom verlangt für 50-De-Mails 16,95 Euro, jede weitere soll 39 Cent kosten. Die Tiefpreise wundern indessen kaum. Es geht um einen Milliardenmarkt. Rund 10 Milliarden Euro bezahlen die Deutschen jährlich für Porto. Experten gehen davon aus, dass künftig 65 bis 70 Prozent des analogen Briefumsatzes in die digitale Welt abwandern.

Und von diesem Kuchen möchten sich die De-Mail-Betreiber 1&1, Telekom und Mentana-Claimsoft ein großes Stück herausschneiden. Es ist zu erwarten, dass die Preise für die Privatkunden ähnlich tief liegen werden. Für die Post, die Mitte 2010 den E-Postbrief gestartet hat, könnte das mittelfristig zu einem Problem werden. Bisher nutzen nach Angaben des Konzerns rund eine Million Privatnutzer, rund 4000 mittelständische Unternehmen und mehrere 100 Großkunden den E-Postbrief. 

1&1 meldet hingegen bislang rund 900.000 Privatnutzer, die sich registriert haben - ohne eine millionenschwere Werbekampagne. Der Grund dafür ist einfach. UI kann seine Kunden direkt ansprechen. Das Unternehmen ist mit den Töchtern 1&1, GMX und Web.de bei den E-Mail-Accounts in Deutschland Marktführer. Ihr Marktanteil liegt zusammen bei über 55 Prozent. mir
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