Datenschutznovelle bedroht Direktmarketing

Montag, 10. November 2008
Auf die Direktmarketing-Branche kommen schwere Zeiten zu
Auf die Direktmarketing-Branche kommen schwere Zeiten zu

Die Bundesregierung plant eine Neufassung des Datenschutzgesetzes mit tief greifenden Konsequenzen für das Direktmarketing per Post. Sie reagiert damit auf die jüngsten Datenschutzskandale wie bei der Deutschen Telekom. Nach dem Entwurf, der der „Süddeutschen Zeitung" vorliegt, sollen personenbezogene Daten für Zwecke des Adresshandels und der Werbung in Zukunft nur noch genutzt werden dürfen, wenn der Betroffene dazu seine Einwilligung gegeben hat. Davon ausgenommen sind lediglich Werbesendungen von Spendenorganisationen. Die Neufassung des Datenschutzgesetzes soll noch im November beschlossen werden.

Direktmarketing-Experten rechnen damit, dass bei diesem sogenannten Opt-In-Verfahren lediglich 3 Prozent der Befragten der Weitergabe ihrer Adressdaten zustimmen würden. "Ein generelles Opt-in würde zu einer drastischen Verringerung von Adressdaten für die Direktmarketingbranche führen", heißt es in einem Positionspapier der Bertelsmann-Tochter Arvato. dh
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