Datenschutz: Werbungtreibende Wirtschaft setzt auf Selbstregulierung

Freitag, 27. Januar 2012
Mit einem Klick auf Informationen über OBA
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Die Datenschutz-Verordnung der EU-Kommission bedroht das "Internet-Ökosystem", fürchtet die World Federation of Advertisers (WFA). Was den EU-Entwurf in Bezug auf Online-Werbung angeht, wird der Weltverband der werbungtreibenden Industrie jetzt offensiv. Um Internetnutzern mehr Transparenz und Kontrollmöglichkeiten zu eröffnen, macht sich die Organisation dafür stark, dass künftig ein Icon in oder um Online-Anzeigen herum platziert wird. Darüber soll der User auf eine Website mit Informationen über Online Behavioural Advertising (OBA) gelangen. Die Initiative der WFA zur Selbstverpflichtung richtet sich demnach vor allem gegen die spezifischen Kommissionsvorschläge in Bezug auf OBA, also digitale Werbung auf Grundlage des Surfverhaltens von Nutzern. Die Rahmenbedingungen des Datenschutzes in Europa insgesamt bedürften zwar einer Reform, gibt WFA-Geschäftsführer Stephan Loerke zu. Aber: „Die Datenschutz-Bestimmungen müssen die legitimen Rechte der Menschen auf Privatsphäre schützen und zugleich Geschäftschancen gewährleisten. Diese Balance wird mit dem vorliegenden Entwurf nicht erreicht." Die Bestimmungen des Entwurfs untergraben laut WFA das werbefinanzierte Geschäftsmodell, das als  Motor der digitalen Wirtschaft diene, und werden sich als Bremse für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in Europa herausstellen. fo
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