Das Windel-Aus: Kimberly-Clark nimmt Huggies vom Markt

Dienstag, 06. November 2012
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Der Hygieneartikelhersteller Kimberly-Clark gibt seine Windelmarke Huggies auf. Das Unternehmen wird die Marke in ganz Europa, mit Ausnahmen von Italien, vom Markt nehmen. Der Windelverkauf war nicht profitabel genug. Laut Kimberly Clark sei es "trotz beachtlicher Anstrengung nicht gelungen, ein nachhaltiges und profitables Windelgeschäft in Europa aufzubauen". Das Unternehmen wird fünf Produktionsstätten in Europa schließen, womit bis zu 1.500 Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Wann und wo genau die Werke geschlossen werden sollen, ist nicht bekannt. Deutsche Produktionsstätten sind laut Unternehmen jedoch keine betroffen. Die Entscheidung sei für Kimberly-Clark schwierig gewesen, sagt Kim Underhill, President Consumer Europe bei Kimberly-Clark: "Sie war jedoch notwendig, um die Wettbewerbsposition zu stärken und die europäische Consumer-Sparte zu einem stärkeren Unternehmen zu machen."

Das Unternehmen wird fünf Produktionsstätten in Europa schließen
Das Unternehmen wird fünf Produktionsstätten in Europa schließen
Damit folgt das Unternehmen dem Vorbild anderer großer Konsumgüterkonzerne wie P&G und Unilever, die ihr Markenportfolio reduzierten, um sich auf wachstumsstarke Marken zu konzentrieren. Auch Kimberley-Clark will jetzt verstärkt den Ausbau seiner erfolgreichen Marken, wie Kleenex oder der Toilettenpapiermarke Scottex fördern. Das Unternehmen hofft, seinen Gewinn auf diese Weise in Zukunft zu erhöhen.

In Italien, dem einzigen Land, in dem die Marke Huggies weiter verkauft werden soll, sieht die Situation auf dem Windelmarkt anders aus. In der Kategorie Windeln und Feuchttücher ist Huggies 2012, laut Kimberley-Clark, die einzige wachsende Marke. In Italien gäbe es daher noch viel Spielraum für Wachstum. hor
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