Danone muss umstrittene Activia-Werbung stoppen

Dienstag, 15. November 2011
"Umweltfreundlicher verpackt": Diese Formulierung darf Danone nicht mehr verwenden
"Umweltfreundlicher verpackt": Diese Formulierung darf Danone nicht mehr verwenden


Nach einer Klage des Vereins Deutsche Umwelthilfe (DUH) wird Danone die Becher der Marke Activia aus dem maisbasierten Kunststoff Ployactid (PLA) nicht mehr als "umweltfreundlicher" im Vergleich zum Vorgänger aus Rohöl bewerben. Laut einer von Danone selbst in Auftrag gegebenen Studie sei der Biokunststoff offensichtlich nicht umweltverträglicher als Material aus Rohöl, wie die DUH mitteilt. Auf die umstrittene Packung wird Danone hingegen nicht verzichten. Danonen verpflichtete sich in einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, die Activia-Becher aus PLA nicht mehr als umweltfreundlicher zu bewerben. "Die Werbung für Activia-Becher aus PLA war eine besonders dreiste Form der Verbrauchertäuschung, weil sie dem Konsumenten suggerierte, dass er mit dem Kauf des Joghurts etwas Gutes für die Umwelt tue", sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. "Der Ausgang des Rechtsstreits ist ein großer Erfolg, weil Danone damit eingesteht, seine Kunden systematisch über die angeblichen Umweltvorteile des Activia-Bechers in die Irre geführt zu haben."

Danone hatte seinerseits die Anschuldigungen der DUH zurückgewiesen: "Wir haben unsere Verpackung gemeinsam mit dem WWF entwickelt. Die Bezeichnung ,umweltfreundliche Verpackung‘ auf unseren Activia-Bechern ist somit absolut korrekt", so Danone-Geschäftsführer Andreas Ostermayr im August. ire
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