Dämpfer für Apple: Amazon darf weiter für seinen Appstore werben

von Marco Saal
Donnerstag, 03. Januar 2013
Dass Amazon den Begriff "Appstore" nutzt, ist Apple ein Dorn im Auge
Dass Amazon den Begriff "Appstore" nutzt, ist Apple ein Dorn im Auge
Themenseiten zu diesem Artikel:

Apple, Amazon, Appstore, Markenrechte, Dämpfer, Internetriese, USA


Im Streit um Markenrechte muss Apple eine empfindliche Niederlage gegen seinen Erzrivalen Amazon hinnehmen. Der Internetriese darf auch weiterhin für seinen Android-Appstore werben. Das hat ein US-Gericht entschieden. Apple hatte Amazon wegen der Nutzung des Begriffs "Appstore" verklagt, der aus Sicht des kalifornischen iKonzerns von den Verbrauchern ausschließlich mit Apple in Verbindung gebracht wird. Diese Klage wurde von einem kalifornischen Gericht nun abgewiesen. Die zuständige Richterin folgte der Argumentation von Amazon, der zufolge die Bezeichnung "Appstore" inzwischen generell für eine Download-Plattform für Apps und nicht für ein spezielles Betriebssystem stehe. Den Apple-Vorwurf, die Amazon-Werbung sei irreführend, wies die Richterin als unbegründet zurück, da Apple dies nicht habe nachweisen können.

Der Markenrechtsstreit zwischen Apple und Amazon schwelt seit März 2011. Damals hob Amazon unter dem Namen Appstore eine Plattform aus der Taufe, auf der Apps für das Google-Betriebssystem Android angeboten werden. Der Service, der zunächst nur in den USA verfügbar war, ist inzwischen auch in Deutschland gestartet und kann sowohl auf der Webseite von Amazon.de als auch von der Amazon-Shopping-App aus heruntergeladen werden.

Beigelegt ist der Rechtsstreit zwischen Amazon und Apple tzotz des Urteils offenbar noch nicht. Laut einem DPA-Bericht geht das Verfahren um die vermeintliche Verletzung von Markenrechten weiter. mas
Newsletter
Holen Sie sich täglich die neusten Nachrichten und Kreationen.
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.

Meist gelesen
stats