DM vertreibt Ökostrom von Licht Blick

Montag, 04. April 2011

Die Karlsruher Drogeriemarktkette DM bietet seit einer Woche in ihren 1200 Filialen Ökostrom an. Für das Angebot kooperiert das Unternehmen mit dem Stromerzeuger Licht Blick mit Sitz in Hamburg. Das Energieunternehmen gehört zu den größten vier Ökostrom-Unternehmen in Deutschland. Bereits in der ersten Woche haben sich rund 700 Kunden ohne PR-Arbeit und Webrung bereits für den Umstieg entschieden. Die Zahl dürfte sich in den kommenden Tagen weiter erhöhen. Seit gestern Abend ist zumindest die PR-Maschinerie angelaufen. Auf der Homepage fehlte am Sonntag abend aber beispielsweise noch ein HInweis auf das neue Angebot, ebenso auf Facebook.

Allerdings ist die Zusammenarbeit wohl keine Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Japan. Die Vertriebskooperation haben beide Partner bereits im Januar beschlossen. „Nachhaltigkeit ist eines unserer Kernanliegen bei DM. Der Ökostrom von Licht Blick ist eine sinnvolle Erweiterung unseres Sortiments", erklärt DM-Geschäftsführerin Petra Schäfer. Gleichwohl gibt das Unternehmen derzeit Anreize zum Wechseln. Jeder Neukunde erhält bei Abschluss des Stromvertrages über eine der Drogeriefilialen eine DM-Geschenkkarte im Wert von 50 Euro. Den Umstieg wollen beide Partner einfach gestalten. Die Kunden erwerben ein Starterpaket für Ökostrom mit einem persönlichen Aktionscode. Diesen benötigen sie, um den Stromvertrag schriftlich, im Internet oder telefonisch abschließen. Der Ökostromanbieter übernimmt alle Wechselformalitäten, die Schutzgebühr für das Starterpaket wird mit der ersten Jahresrechnung erstattet.

Christian Friege
, Vorstandsvorsitzender von Licht Blick, glaubt an den Erfolg der Aktion. „Mit DM haben wir einen idealen Vertriebspartner gewonnen. Gerade in diesen Wochen wollen viele Verbraucher zu Ökostrom wechseln und ein Signal für den Ausstieg aus der Atomenergie setzen." Das Unternehmen versorgt derzeit fast 600 000 Kunden mit grünem Strom.

Für DM sind die Hamburger allerdings nicht der einzige Partner. Ab Anfang Mai wird der Drogerist sein Sortiment mit einem Produkt der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) erweitern.  Das Unternehmen im Südschwarzwald entstand 1994 aus deiner Bürgerbewegung gegen Atomkraft, die nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl entstanden war. Die Initiatoren rund um Michael und Ursula Sladek schrieben damals bundesweit als Schönauer Stromrebellen Geschichte. Heute versorgen die Ökostromer in Deutschland über 100 000 Kunden. Schäfer kennt das Unternehmen aus der eigenen Zusammenarbeit. „Rund die Hälfte aller dm-Märkte bezieht bereits den Ökostrom der EWS.“ mir
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