DFL will Kartellamt verklagen

Montag, 01. Dezember 2008

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Entscheidung des Bundeskartellamts zur Vermarktung der TV-Rechte nicht hinnehmen - auch wenn die Pakete mittlerweile an die Sender gebracht sind. "Es gibt zwei Gründe, warum wir rechtliche Schritte einleiten wollen. Zum einen geht es um die Hausdurchsuchungen, von denen nicht nur der DFB, sondern auch wir betroffen waren, und außerdem um das restriktive Vorgehen im Bereich der Rechtevergabe, weshalb wir das angedachte Modell mit der Firma Sirius nicht durchführen konnten", teilt die DFL mit. Das Kartellamt hatte im Rahmen der TV-Rechtevergabe die "Empfehlung" ausgesprochen, die Zusammenfassung der Bundesliga-Spiele am Samstag vor 20 Uhr im Free-TV auszustrahlen. Damit platzte der Sirius-Deal, der der Liga Einnahmen von rund 500 Millionen Euro pro Saison garantieren sollte. Am Freitag hat die DFL einen Abschluss mit durchschnittlichen Einnahmen von 412 Millionen Euro pro Jahr vermeldet.

Bereits im Februar hatte das Kartellamt wegen des Verdachts auf wettbewerbswidriger Absprachen beim Sponsoring die Räume von DFB und DFL durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Das Verfahren wurde später eingestellt. mh
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