DFL startet Ausschreibung der Bundesliga-Rechte

Freitag, 31. Oktober 2008
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Am heutigen Freitag gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Startschuss für die Ausschreibung der Bundesliga-Rechte. 39 registrierte Unternehmen können sich um insgesamt 37 Verwertungspakete bewerben. Um größere Planbarkeit zu ermöglichen, können Übertragungsrechte nun neben drei auch für vier Jahre erworben werden. Änderungen gibt es, wie bereits vermutet, bei den Spielplänen. Bei 27 Paketen geht es um die Ausstrahlung im Fernsehen (für die Vertriebswege Kabel, Satellit sowie teilweise für Kabel und Satellit in Kombination), bei drei für IP-TV, bei vier für Web-TV und drei für mobile Dienste.

Als "Kern-Spieltag" der Bundesliga bleibt der Samstag mit fünf Parallel-Spielen um 15.30 Uhr erhalten. Auch bleibt es bei einer Begegnung am Freitagabend um 20.30 Uhr sowie bei zwei Partien am Sonntag (15.30 Uhr und 17.30 Uhr). Darüber hinaus wird es erstmals ein Live-Spiel am Samstag um 18.30 Uhr geben. Im Free-TV wird es in jedem Fall eine frühe Spieltagszusammenfassung am Samstag ab 18.30 Uhr geben, ebenso bleibt eine Zweitverwertung ab 22 Uhr vorgesehen.

Auf Basis des neuen Spielplans bietet die DFL zwei unterschiedliche Verwertungsszenarien an, die sich durch die Free-TV-Möglichkeiten am Sonntagabend unterscheiden. Während das erste Szenario eine Zusammenfassung der Zweitliga-Hightlights von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr sowie eine Bundesliga-Zusammenfassung von 22:00 Uhr bis 23:00 Uhr vorsieht, bietet das zweite Szenario eine Zusammenfassung der Bundesliga- und Zweitligaspiele von 19:30 Uhr bis 20:15 Uhr.

"Wir wollen in der Frage der Übertragungsrechte möglichst große Planbarkeit und Verlässlichkeit - im Sinne aller Beteiligten: Clubs, Fans und Medien-Unternehmen", sagt Liga-Präsident Reinhard Rauball: "Möglichst hohe Erlöse aus diesem Bereich sind kein Selbstzweck. Die Clubs benötigen die Einnahmen aus den Medienrechten nicht nur, um eine attraktive Liga mit nationalen und internationalen Stars zu finanzieren, sondern auch um den Fans weiter günstige Ticketpreise und die modernsten Stadien der Welt bieten zu können."

Die DFL müsse bei der Entscheidung über die Rechtevergabe die Interesse der Liga selbst, die der Medienunternehmen aber auch die der Fans berücktsichtigen, sagt Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung. "Der Ball liegt nun bei den Bietern", so Seifert weiter. Die Interessenten können ihre verbindlichen Gebote bis zum 21. November 2008 abgeben. Zu den Interessenten gehören die ARD, Sat 1, Premiere und der zum Disney-Konzern gehörenden Sportsender ESPNjm
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