DFL schreibt Bundesliga-Rechte neu aus

Dienstag, 02. September 2008
Der Rechte-Poker geht weiter
Der Rechte-Poker geht weiter

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant, die TV-Rechte für die Bundesliga ab der Saison 2009/2010 neu auszuschreiben. Das wurde bei einer Medienkonferenz am Rande der Internationalen Funkausstellung in Berlin bekannt. Die Hoffnungen für die Clubs, wie geplant rund 500 Millionen Euro pro Jahr zu erlösen, sind gering. In den nächsten Monaten wolle man die neue Ausschreibung präsentieren, zitiert Kicker.de den Vizepräsidenten der DFL, Peter Peters. Offen bleibt, ob die DFL das modifizierte Ausschreibungskonstrukt gemeinsam mit Partner Sirius gestaltet. Ebenfalls nicht bekannt wurde, ob man gegen die Entscheidung des Kartellamtes vor Gericht zieht.

Theoretisch hat die DFL bis März kommenden Jahres Zeit, denn erst dann steht die Lizenzierung der Proficlubs für die kommende Saison an. Doch nicht nur die Liga dürfte an einer schnelleren Entscheidung interessiert sein. Premiere hätten wegen der Unsicherheit über die künftige Übertragungssituation viele Abonnenten den Rücken gekehrt, sagte Sport-Vorstand Carsten Schmidt in Berlin.

Das Modell, das die DFL mit Sirius erdacht hatte, war vom Bundeskartellamt wegen nicht genügender Verbraucher-Beteiligung abgelehnt worden. Kernpunkt ist eine zeitnahe Zusammenfassung der Begegnungen im frei empfangbaren Fernsehen. oz
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