DFL plant mehr Anstoßzeiten in der Bundesliga

Freitag, 24. Oktober 2008
Plant mehr Anstoßzeiten: DFL-Chef Christian Seifert
Plant mehr Anstoßzeiten: DFL-Chef Christian Seifert

Fußball-Fans können sich darauf einstellen, dass künftig an mehr als drei Terminen am Wochenende Bundesliga zu sehen ist. Die Deutsche Fußball Liga hat den Schalthebel "Spielplan" aktiviert und die TV-Rechte im Rahmen der Neuausschreibung weiter gesplittet. "Es wird mehr als drei Anstoßzeiten geben", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei den 14. Deutschen Sponsoringtagen von HORIZONT SPORTBUSINESS. Ob es sich dabei um das zuletzt in der Presse kursierende Modell eines Live-Spiels am Samstag um 18.30 Uhr handelt, ließ Seifert offen - unwahrscheinlich ist es aber nicht. Für Unmut sorgte eine solches Szenario bei "Sportschau"-Redaktionsleiter Steffen Simon. "Ich kann nur davor warnen, Bundesliga gegen Bundesliga laufen zu lassen", so der ARD-Mann auf dem Podium in Frankfurt am Main. Ein Live-Spiel am Samstag im Pay-TV, das parallel zur "Sportschau" liefe, würde niemand wollen. Premiere-Sportvorstand Carsten Schmidt spricht hingegen von einer "künstlichen Aufregung". Der Pay-TV-Sender erhofft sich durch ein solches Modell mehr Exklusivität. Im Gespräch sind auch drei statt der bisherigen zwei Sonntagsspiele mit entsprechend entzerrten Antoßzeiten.

Genaueres zu den Paketen, die am Freitag in einer Woche offiziell von der DFL ausgeschrieben werden, wollte sich Seifert nicht entlocken lassen. Er stellte aber klar, dass die Spieltagsszenarien bis ins Kleinste durch Marktforschung abgesichert seien, so dass "nur Rechte ausgeschrieben werden, die beim Zuschauer eine Nachfrage finden werden". Noch vor dem Weihnachtsgeschäft sollen die Pakete an die Sender gebracht sein. Bislang haben sich laut Seifert 32 Interessenten registriert. mh
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