DFL klagt gegen Kartellamt

Donnerstag, 02. April 2009
Ligapräsident Rauball wehrt sich gegen das Kartellamt
Ligapräsident Rauball wehrt sich gegen das Kartellamt

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht im Streit mit dem Bundeskartellamt um die Fernsehvermarktung  in die Offensive: Gemeinsam mit dem Ligaverband hat die DFL am heutigen Donnerstag beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen das Einschreiten der Aufsichtsbehörde eingelegt. Im Juli 2008 hatte das Bundeskartellamt das geplante Vermarktungsmodell der Bundesliga für unzulässig erklärt. Die Kartellwächter hatten insbesondere bemängelt, dass ein Szenario der Ausschreibung vorsah, die Highlight-Berichterstattung im Free-TV über Samstagsspiele erst ab 22 Uhr zu erlauben. Daraufhin war ein Vertrag mit der Kirch-Tochter Sirius nicht zustande gekommen, die DFL musste die Fernsehrechte neu ausschreiben.

Ligaverband und DFL sehen sich aufgrund des Einschreitens des Bundeskartellamtes nun dauerhaft gezwungen, auf die Ausschreibung einer Variante mit Erstberichterstattung im Free-TV nach 20 Uhr zu verzichten. "Ligaverband und DFL sind somit rechtlos gestellt. Denn das Bundeskartellamt hat faktisch das von ihm gewünschte Verhalten durchgesetzt, mangels Verfügung aber keine Grundlage zur rechtlichen Überprüfung geschaffen. Das ist nicht vereinbar mit dem im Grundgesetz verankerten Prinzip des effektiven Rechtsschutzes. Wir wollen und brauchen für die Zukunft Planungs- und Rechtssicherheit", sagt Ligapräsident Reinhard Rauball. jh 
Meist gelesen
stats