DFB schafft Umweltstandards für Fußball-Stadien

Montag, 14. August 2000

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll "grün" werden, erklärten Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer und Pressechef Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Interview mit dem "Greenpeace-Magazin". "Die WM ist eine einmalige Gelegenheit. Wir haben die Chance und die Pflicht, hier etwas für den Umweltschutz zu machen", so der für Umwelt zuständige Vize Moldenhauer. Nach seiner Aussage hat der Verband den Ehrgeiz, mit der WM neue ökologische Standards zu setzen: "Da müssen wir Vorbild sein und auf allen Ebenen des Fußballs zeigen, was heute im Umweltschutz möglich ist." Auch bei der Auswahl der WM-Spielorte, wenn aus den 16 Bewerberstädten zehn bis zwölf Stadien festgelegt werden, soll der Umweltschutz eine große Rolle spielen. Dabei geht es der DFB-Spitze um Aspekte wie Lärmverringerung, öffentlichen Nahverkehr, Energie-, Wasser- und Rohstoffeinsparung, Müllvermeidung und umweltfreundlichen Strom zum Beispiel aus Solarenergie. Laut DFB-Vize Moldenhauer werden sich die deutschen Profivereine aber schon vor der WM auf neue Umweltstandards einstellen müssen.
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