DDV wehrt sich gegen Vorwürfe der Verbraucherzentralen

Freitag, 02. Februar 2007

Der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV) in Wiesbaden setzt sich gegen die jüngsten Anschuldigungen des Bundesverbandes Verbraucherzentrale zur Wehr. Der Verband hatte kürzlich eine Untersuchung veröffentlicht, der zufolge sich die Zahl unerbetener Werbeanrufe in den ersten drei Quartalen 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 31,3 Prozent erhöht habe. "Die Zahl gibt lediglich Auskunft über einen Anstieg der Telefonie, eine qualitative Bewertung über den Anteil an unlauteren Werbeanrufen gibt die Erhebung nicht einmal im Ansatz her", kritisiert Patrick Tapp, Vizepräsident des DDV. "Wir sind verwundert über die sachfremde Nutzung der Zahlen im Rahmen einer Kampagne, die der Forcierung von Sanktionen dienen soll", so Tapp weiter. Der Verband betont zudem, dass es bislang keine valide und quantitativ verlässliche Erhebung über unlautere Telefonie gibt, die geeignet wäre, die Diskussion zu versachlichen und im Verbrauchersinne zur Grundlage tatsächlicher Lösungen zu machen. "Die Interpretation und Deutung der vorliegenden Erhebung ist eindeutig kontraproduktiv und irreführend" , so Tapp. Der DDV hatte sich erst kürzlich entschieden gegen den Missbrauch des seriösen Marketinginstruments Telemarketing ausgesprochen und den Verbraucherzentralen verbindlich eine Unterstützung bei der Verfolgung von "schwarzen Schafen" zugesagt. Intensive Gespräche wurden bereits geführt und Aktivitäten angeschoben. Tapp: "Um so ärgerlicher ist es, wenn wir unter vier Augen konstruktiv reden und effektiv handeln und man uns öffentlich wieder auf den Boulevard des Populismus zerrt."

Der DDV ist der größte nationale Zusammenschluss von Direktmarketing-Unternehmen in Europa und einer der Spitzenverbände der Kommunikationswirtschaft in Deutschland. mas

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