Commerzbank stichelt in Berlin gegen die Sparkassen

Donnerstag, 28. Juni 2007
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Die Commerzbank hat es offenbar nicht gut verwunden, beim Bieterkampf um die Landesbank Berlin (LBB) und deren Sparkassen-Tochter gescheitert zu sein. Nachdem Mitte Juni feststand, dass der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zum Zuge kam, wollte der unterlegene Interessent möglichst öffentlichkeitswirksam zurückschlagen und hat in Berlin eine spezielle Werbekampagne gegen die Sparkassen gestartet. "Liebe Kunden der Berliner Sparkasse", heißt es in ganzseitigen Anzeigen in regionalen Titeln. "Warum zahlen Sie eigentlich noch 84 Euro Kontoführungsgebühren?" Daran schließt sich ein zweites Motiv an, das auf das kostenlose Girokonto der Frankfurter Großbank hinweist, für dessen Eröffnung auch noch ein Startguthaben von 100 Euro gutgeschrieben wird. Die Kreation stammt von der Agentur Scholz & Friends, Hamburg. Der Sparkassenverband kauft die LBB für 4,5 Milliarden Euro, was von Kritikern als überhöhter und damit politisch motivierter Preis gesehen wird. Mit dem Deal schützt der DSGV unter anderem vorerst die Marke Sparkasse, die mit der Commerzbank ansonsten erstmals eine Privatbank hätte führen dürfen. kj

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