Code of Conduct: OMG bleibt skeptisch / VDZ signalisiert Unterstützung

Mittwoch, 27. Oktober 2004

Der Vorstoß der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) in Sachen Code of Conduct (CoC) stößt bei den Mediaagenturen nicht auf Begeisterung. Bekanntlich wird darin der Verzicht der Mediaagenturen auf versteckte Rückvergütungen von den Medien gefordert. Im Gegenzug verpflichten sich die Werbungtreibenden zu einer "leistungsgerechten und fairen" Entlohnung der Agenturen.

Genau diese Formulierung findet jedoch Michael Bohn, Vorsitzender der Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG), viel zu unpräzise: "Die OWM muss noch konkretisieren, wie viel Geld eine Agentur denn genau für eine Leistung bekommen soll. Der Verband teilt zwar mit, nach welchen Kriterien Agenturen zu entlohnen sind, nicht aber, in welcher Höhe." Darüber hinaus ärgert Bohn, dass die OWM es als Faktum hinstellt, dass es versteckte Rückvergütungen (Kickbacks) überhaupt gebe: "Mir ist kein Fall bekannt." Die OMG sei jedoch, nachdem sie ursprünglich bereits an der Konzeption des Code of Conduct mitgewirkt hatte, auch weiterhin prinzipiell zu einer Kooperation bereit.

Positiv wertet der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) den OWM-Vorstoß: "Der VDZ wird in den kommenden Wochen die Beratungen fortführen, wie diese Initiative im Markt unterstützt und in den jeweiligen Unternehmen umgesetzt werden kann", so Sprecher Stefan Michalk. kj
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