Citibank geht aufs Werder-Trikot

Mittwoch, 23. Mai 2007

Die Citibank löst Bwin als Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen ab. Die Partnerschaft beginnt mit der kommenden Saison und läuft vertragsgemäß drei Jahre bei einer Option für ein weiteres Jahr. Bwin hatte sein Abkommen mit den Bremern vorzeitig aufgekündigt, nachdem der Wettanbieter in der abgelaufenen Saison mindestens ebenso mit dem Kampf um seine legalen Status beschäftigt war wie mit dem Ausfüllen der Partnerschaft.

Die Citibank, ein Unternehmen der Citigroup in New York, setzt mit der Sponsorship ihre relativ offensive Linie fort, auf die sie in diesem Jahr eingeschwenkt ist. Marketingdirektor Peter Karst bezieht sich auf die Kampagne mit dem Claim "Ich mag es, wenn..." aus dem Frühjahr und den neuen, über TV und Print kommunizierten Markenauftritt, wenn er sagt: "Die Sponsoring-Partnerschaft mit Werder passt hevorragend in unsere Strategie und führt diese konsequent in Sachen Bekanntheit und Image weiter."

Das Unternehmen will sein Präsenz auf den Trikots und im Stadion durch Einsätze der Werder-Kicker in den klassischen Medien ergänzen. Zudem ist die Entwicklung von Finanzprodukten im Zeichen des grün-weißen Clubs geplant.

Das Fußball-Unternehmen seinerseits, Dritter der abgelaufenen Spielzeit, bekommt mit Citibank den prominenten Partner, den es sich durch sportliche und wirtschaftliche Solidität verdient hat. Nach dem unruhigen Jahr mit Bwin hat Club-Vermarkter ISPR, eine Tochter von Sportfive in Hamburg, nun einen Sponsor, der Planungssicherheit ebenso verspricht wie Renomee. Und der gut zahlt: "Wir sind mit dem neuen Hauptsponsor-Vertrag in jeder Beziehung in eine neue Dimension vorgedrungen", sagt Manfred Müller, Geschäftsführer Marketing und Management. Die geschätzten rund 6,5 Millionen Euro dürften etwa dem Doppelten dessen entsprechen, was der frühere Trikotwerber Kik noch in der Saison 2005/06 als Sockelbetrag zahlte. nic

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