Cialis soll Viagra das Leben schwer machen

Mittwoch, 12. Februar 2003

Der Wettbewerb auf dem Markt der Potenzmittel verschärft deutlich. Während der Pharmariese Pfizer in den USA mit Patentklagen den Markt für Viagra schützt, schlägt Mitbewerber Lilly Icos jetzt mit dem Konkurrenzprodukt Cialis im deutschen Markt auf. Zum Start wirbt das Unternehmen mit Printanzeigen in Publikumszeitschriften und Wirtschaftstiteln. Betreut wird Lilly dabei von der Agentur Cramer-Gesundheits-Consulting in Franfurt. Im Mittelpunkt der indirekten Kommunikation für das Potenzmittel steht dabei das längere Wirkungsfenster. Entsprechend lautet der Claim "Mehr Zeit für den richtigen Moment".

Auch Bayer drängt zusammen mit Glaxo-Smith-Kline auf den Markt. Noch bis zum Sommer soll die Potenzpille Levitra in Europa auf den Markt gebracht werden. Ex-Monopolist Pfizer antwortet auf die neuen Wettbewerber derzeit mit einer Printkampagne, die neben einem verliebten Pärchen ein Foto des brasilianischen Fußball-Weltmeisters Pelé zeigt und damit an die von der Stuttgarter Pharmaagentur Schmittgall konzipierte TV-Kampagne aus dem Frühjahr erinnert. Eine Fortsetzung des TV-Spots ist indes nicht geplant. Auch bei Lilly gibt es derzeit keine Pläne für einen TV-Auftritt.

Ohnehin können die Pharmakonzerne nur eingeschränkt werben. Angesichts des Direktwerbeverbots für rezeptpflichtige Medikamente halten sie in den Anzeigen ihre Informationsangebote zum Thema Erektionsstörungen hoch. Mehr zum Thema in der aktuellen Ausgabe der HORIZONT.
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