Chrysler kommuniziert die deutschen Wurzeln des Automobilkonzerns in den USA

Dienstag, 09. Juli 2002

Chrysler kommuniziert in den USA mit einer Werbekampagne erstmals die deutschen Wurzeln des Automobilkonzerns. Durch die kommunikative Neuausrichtung erhofft sich die amerikanische Marke Vorteile in punkto Image. In Anlehnung an das Label "Made in Germany" will die Marke in die erste "Qualitätsreihe" aufrücken. Zudem sollen die Qualitätsverbesserungen von Chrysler in den vergangenen Monaten kommuniziert werden.

Die Entscheidung sei nicht einfach gewesen, betont Dieter Zetsche, Präsident und CEO der Chrysler-Gruppe. In Deutschland stoßen die Aktionen auf eine gewisse Distanz. Schließlich darf die schwäbische Top-Marke Mercedes keinen Kratzer bekommen. Entsprechend wird die Premiummarke bei der Chrysler-Kampagne mit keinem Wort erwähnt. Unter Marketingexperten gilt das Hervorheben der deutschen Wurzeln als riskant, denn der US-Patriotismus ist seit den Anschlägen vom 11. September besonders stark ausgeprägt. Konkurrenten wie General Motors werben mit dem Slogan "Buy American" um Kunden.
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